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260.000 Dollar für den alten VIP-Jet von Elvis

40 Jahre lang verrottete eine Lockheed JetStar, die einst Elvis Presley gehörte, in der Wüste von New Mexico. Zum 88. Geburtstag des "King of Rock 'n' Roll" kam der welke VIP-Vierstrahler bei einer Auktion unter den Hammer. Das Höchstgebot kam per Telefon.


Der Mann, der sich jetzt JetStar-Eigentümer nennen darf, hatte sich das Flugzeug, das er im Begriff war, zu ersteigern, gar nicht selber ansehen können. Schließlich steht der einstige Elvis-VIP-Jet seit fast 40 Jahren in New Mexico, wo er zusehends verrottet. Die Auktion, veranstaltet von der Firma Mecum Auctions, fand aber in Kissimmee (Florida) statt – am 8. Januar 2023, pünktlich zu Elvis Presleys 88. Geburtstag. Da es vor Ort, mit Ausnahme von Elvis' Witwe Priscilla Presley, die der Versteigerung beiwohnte, also ohnehin nichts zu sehen gab, schickte der Gewinner sein Höchstgebot per Telefon. Und erhielt für 260.000 US-Dollar tatsächlich den Zuschlag. Das Startgebot für den morbiden Privatjet, Baujahr 1961, hatte Mecum bei 100.000 Dollar angesetzt. Presseberichten zufolge war die Resonanz vor Ort eher mau, nur mit viel Mühe des Auktionators sollen die Gebote die 200.000-Dollar-Marke geknackt haben. Elvis selbst hatte die orangerote Schönheit 1976, ein knappes Jahr vor seinem Tod, für 840.000 Dollar erworben – nach heutigem Wert etwa 4,4 Millionen Dollar.


(K)ein Schnäppchen

Schlägt man zum Verkaufspreis noch die obligatorischen Gebühren obendrauf, liegt die Summe, die der namentlich nicht genannte Telefonbieter nun für die flügellahme JetStar auf den Tisch legen muss, bei 286.000 US-Dollar. Angesichts des Zustands der Maschine, ohne Triebwerke, mit zerfleddertem Cockpit, teils fehlenden Rädern, platten Reifen und verblichenem Lack, klingt dieser Preis auf den ersten Blick durchaus respektabel – auch wenn der Elvis-Bonus manchem Beteiligten vielleicht Hoffnung auf einen höheren Betrag verheißen hatte. Für den kalifornischen Geschäftsmann Jim Gagliardi dürfte die Summe dagegen eine Enttäuschung sein. Formal war er nämlich bis zum 8. Januar selbst Eigentümer des Elvis-Jets und hatte die JetStar mit dem Kennzeichen N20TF im Jahr 2017 für schlappe 498.000 Dollar erworben. Gagliardi hatte das Flugzeug eigentlich als Werbemaskottchen für seinen Baggerbetrieb nutzen wollen, wie er der Tageszeitung Roswell Daily Record zu Protokoll gab. Allerdings holte er es niemals aus Roswell ab, der Plan löste sich in Wohlgefallen auf.


Wird die Elvis-JetStar zum Hotel?

Ob es der JetStar dieses Mal besser ergeht und sie endlich von ihrem Dauerparkplatz in New Mexico wegkommt, wird sich zeigen. Da sie ganz offensichtlich nicht mehr flugfähig ist, kann sie Roswell nur per Tieflader verlassen und muss zum Abtransport entsprechend zerlegt werden. Das wiederum ist mit einigem logistischen und finanziellen Aufwand verbunden. Auch ist nicht bekannt, was der Käufer überhaupt mit der Maschine vorhat. Spekulationen in sozialen Medien reichen von einem Weiterverkauf in Einzelteilen bis zur Aufbereitung als Übernachtungsmöglichkeit. Letzteres hätte auf jeden Fall mächtig Charme – zumal die Innenausstattung, von den Pilotensitzen abgesehen – im Vergleich zum sonstigen Zustand des Flugzeugs geradezu neuwertig aussieht. Wird es irgendwo in den USA also bald ein kleines, feines JetStar-Elvis-Hotel geben?


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Bilder: Mecum Auctions (Matt Avery) Quelle: Flug Revue

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